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Schildläuse

21.01.2021

Allgemein

Schildläuse (Coccoidea) gehören zu den Insekten. Es gibt Tausende Arten, in Europa jedoch weniger als Hundert. Sie mögen vor allen warme Temperaturen, bei denen sie sich nur allzu gern vermehren. Aus den Ausscheidungen von Blattläusen wurde und wird immer noch jährlich tonnenweise Schellack produziert, woraus jahrzehntelang Schallplatten hergestellt wurden.

Schaden

Auch die Schildläuse schaden den Hanfpflanzen, indem sie deren Pflanzensaft konsumieren. Die Larven wandern Honigtau ausscheidend die Triebe und Blätter des Cannabis entlang, um sich Pflanzenteile zum heimisch werden auszusuchen. Bevorzugt werden von ihnen dabei warme und dunkle Orte, beispielsweise die Internodien.

Identifizierung

Die Tiere sind in der Regel einen bis sechs Millimeter groß und heißen tatsächlich Schildläuse, da ihr Körper wie ein Schild aussieht. Die männlichen Exemplare sind geflügelt. Die weiblichen nicht – bei vielen Arten sind sie sogar vollständig unbeweglich und bleiben permanent an dem von ihnen gewählten Ort, wo sie Unmengen von Eiern ablegen.

Prophylaxe

Schildläuse treten eher outdoor auf, wo nicht all zu viele Prophylaxe-Möglichkeiten bestehen. Oft treten Schildläuse aber auch bei bereits geschwächten Cannabispflanzen und Keimlingen auf – ein Grund mehr, um auf eine ordentliche Pflege dieser und einen hygienischer Umgang zu achten. Wenn möglich würde auch ein möglichst heller und kühler Ort helfen, wenn praktikabel.

Beseitigung

Ist der Befall noch nicht zu groß, kann man mit reinem Wasser, Seifenwasser oder anderen Hausmitteln die Pflanzen abwischen oder absprühen. Auch helfen Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen. Ist der Befall eklatant, muss man den Fachhandel konsultieren, um ein Präparat zu erstehen. Die großen Markennamen (z. B. Bayer, Celaflor, Neudorff) helfen allesamt zuverlässig weiter.